Probio-wie? Probiotikum.

Der Begriff „Probiotikum“ stammt aus dem Griechischen (pro=für, bios=Leben) und heißt übersetzt „für das Leben“. Probiotika sind Bakterienkulturen, die auch im menschlichen Darm vorkommen.
Es existieren viele verschiedene Arten probiotischer Bakterien. Probiotische Lebensmittel sind Produkte, die lebende, definierte Mikroorganismen in ausreichender Menge enthalten, um – durch vorübergehende Besiedelung – positiv auf die Darmflora zu wirken.
Die wichtigsten probiotischen Mikroorganismen sind Milchsäurebakterien. Sie überstehen die Passage durch Magen und Dünndarm und beeinflussen die Dickdarmflora positiv. Sie sorgen für ein saures Darmmilieu, hemmen so das Keimwachstum und verbessern die Darmbarriere. Da sie sich nicht dauerhaft ansiedeln können, müssen sie regelmäßig zugeführt werden. In Europa kommen u. a. die Bakteriengattungen Lactobacillus und Bifidobacterium als Probiotika zum Einsatz.
Studien dokumentieren, dass die probiotischen Eigenschaften eines Lebensmittels von Kultur zu Kultur und Stamm zu Stamm variieren. Ihre Wirkung ist nicht von einem auf den anderen Stamm übertragbar. Darum müssen gesundheitliche Effekte in klinischen Studien belegt sein und dürfen nicht verallgemeinert werden.
Lesen Sie dazu ein Interview mit Prof. Dr. nat. techn. Wolfgang Kneifel von der Universität für Bodenkultur und -technologie, Abteilung Lebensmittelsicherung.


